Unica 2017: der 78. World Movie Contest in Dortmund

Eine ganz besondere Woche ist jetzt in Dortmund zu Ende gegangen, denn dort hat der World Movie Contest 2017 stattgefunden. Es war bereits die 78. Ausgabe dieses besonderen Film-Wettbewerbs, bereits zum achten Mal ging es dafür nach Dortmund. Damit aber nicht genug, denn dieses Mal gab es auch noch anderen Anlass zum Feiern. Der Bundesverband deutscher Film-Autoren feierte auf dem Unica 2017 seinen 90-jährigen Geburtstag. Es gab rund 30 Film-Blöcke mit ganz unterschiedlichen Beiträgen, die Presse und das Fernsehen waren entsprechend auch vor Ort gewesen. Der Contest kann als großer Erfolg gewertet werden, denn auch in diesem Jahr stand der kulturelle Austausch wieder ganz oben auf der Tagesordnung. Der Wettbewerb wird von Union Internationale du Cinéma ausgetragen. Der Movie Contest ging daher auch mit dem UNICA-Kongress einher. Mehr zu diesem Ereignis gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Der World Movie Contest 2017
Schon Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es den ersten internationalen Wettbewerb für Amateurfilme, aus dem später der World Movie Contest werden sollte. Entsprechend war es bereits der 78. World Movie Contest in diesem Jahr, der einmal mehr in Dortmund stattgefunden hat. Vom 5. bis zum 12. August 2017 wurden in der Zeche Zollern rund 140 Filme gezeigt, die in dreißig unterschiedlichen Ländern produziert worden sind. Es wurden verschiedene Preise vergeben, man kam ins Gespräch und natürlich gab es viele Gelegenheiten, um sich über die Filme auszutauschen. Zudem umfasste das Programm auch verschiedene Ausflüge.
Der Bundesverband Deutscher Film-Autoren feiert in diesem Jahr sein neunzigjähriges Bestehen, was natürlich auch in dieser Woche entsprechend gewürdigt wurde. Der Movie Contest (Unica 2017) wurde an der Seite von verschiedenen Sponsoren und Partnern umgesetzt. Dazu zählen die Stadt Dortmund, die Sparkasse, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und das Westfälische Landesmuseum für Industriekultur Zeche Zollern, die CEWE Stiftung, das Highland Musikarchiv, die Mayersche Buchhandlung, Revier Heli, CyberLink, Berentzen, Stolzenhoff Catering, Vienna House und auch Radisson. Im Vorfeld wurden einige Hotels ausgewählt, die dem Ort entsprechend passend für die Besucher des Wettbewerbs gewesen sind.
Programm des World Movie Contest in Dortmund

Weitere Länder, deren Produktionen gezeigt wurden, waren Italien, Estland, Niederlande, Ukraine, Russland, Bulgarien und Spanien. Jeder Film wurde dabei von einer internationalen Jury besprochen. Die Gesprächsrunden wurden simultan von Dolmetschern in Französisch, Englisch und Deutsch übersetzt. Die Jury bestand aus Bernhard Lindner aus Deutschland, Georges Fondeur aus Luxemburg, Darko Basheski aus Mazedonien, Aase Högfeldt aus Schweden und Suncica Fradelic aus Kroatien. Nach der Sicht aller Filme wurden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben, außerdem auch Ehrendiplome. Zudem wurden auf der Movie Veranstaltung Sonderpreise vergeben.
Workshops, Ausflüge und Galaabend

Auch außerhalb der Zeche gab es ein interessantes Rahmenprogramm, das vor allem aus Ausflügen bestand. Die Unica 2017 Eröffnungsfeier mitsamt After Show Party gab es im Dortmunder Bürgersaal. Täglich gab es zudem Bustransfers von den drei Festival-Hotels zur Zeche. Am Dienstag gab es einen Ganztagesausflug, der schnell ausgebucht war. Man sah sich gemeinsam die Route Industriekultur an, der unter anderem den Dortmunder Hafen und das Dortmunder U umfasste. Weitere Orte der Tour waren das Hochofenwerk am Phoenix-Platz, der Phoenix-See, die Rohrmeisterei Schwerte, Hohensyburg, die Technische Universität, der Technologiepark und das Stadion Signal-Iduna-Park. Später gab es ein gemeinsames Abendessen mit vielen Gästen vom World Movie Contest 2017 im Vienna House Easy Castrop-Rauxel.
UNICA und BDFA

Auch der Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) hat schon einige Jahre auf dem Buckel, wurde er doch 1927 gegründet. Dahinter stand eine Reihe von Menschen, die das neue Medium schätzten und sich darin verwirklichen wollten. Der Verbund ermöglichte es den Mitgliedern, gemeinsam Mittel für Technik und Filme aufzubringen, die damals noch sehr teuer gewesen sind. Größtenteils blieb der Verband eine Vereinigung von Amateurfilmern, weshalb es auch später kein Verbot gegeben hat.
Eine Auflösung erfolgte erst nach dem Krieg, doch spätestens ab den fünfziger Jahren stieg die Zahl der Amateurfilmer wieder an. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte erweiterten sich die technischen Mittel, sodass das Filmen immer mehr Menschen erreichte und dafür sorgte, dass der Bundesverband immer mehr Mitglieder zählte. Da sich vor allem in den letzten zwanzig Jahren aufgrund digitaler Technologien vieles geändert hat, legt der BDFA immer mehr den Fokus auf Wettbewerbe für Amateurfilme. So entstand auch der Name erst vor rund zwanzig Jahren.
Fazit zum World Movie Contest (Unica 2017) in Dortmund
